Jetzt habe ich ja wirklich lange nichts mehr hier im Blog geschrieben. Und das hat auch einen Grund: seit zwei Wochen bin ich nämlich wieder ein Mitglied der arbeitenden Bevölkerung!
Nachdem der Umzug im letzten Herbst geschafft war und auch die Kinder immer besser in der Schule zurecht kamen, habe ich beschlossen, dass jetzt die Zeit für mich gekommen ist: Ich suche mir einen neuen Job! Auch wenn mir in den letzten Monaten nie wirklich langweilig gewesen ist – ich habe meine Arbeit und meine Kollegen schon sehr vermisst. (An dieser Stelle ganz viele liebe Grüße an das MAXIMAGO-Services-Team! Ihr seid die Besten!)
Ich habe also mal geschaut, was der Arbeitsmarkt in Älmhult so hergibt. Das war nicht gerade viel: einige Verwaltungsstellen, Jobs in der Pflege oder bei IKEA. Da mein Schwedisch sowieso noch nicht für die meisten Angebote ausreichte, blieben eigentlich nur zwei Alternativen: die internationale Schule oder eben IKEA. Wenn man hier in Schweden bei einer Schule arbeiten möchte, muss man sich bei der Gemeinde (Kommun) bewerben. Das habe ich dann auch getan: als „Support teacher“ für die internationale Schule. Leider haben sie mir sofort abgesagt: Keine Einstellung von Support Lehrern / Helfern aufgrund von Corona. Hm, schade. Wäre doch wirklich mal was anderes gewesen.
Dann habe ich die Stellenanzeigen von IKEA durchforstet: vieles kam nicht infrage, aber es gab unter anderem freie Stellen als Project Controller. Hab ich noch nie gemacht. Egal, dachte ich mir. Mit Projekten im weitesten Sinne habe ich ja schon gearbeitet. Und IKEA-Erfahrung habe ich auch. Also habe ich einfach mal Bewerbungen rausgeschickt. Und wurde im Januar tatsächlich zu einem Gespräch eingeladen! Und noch besser: das Gespräch lief gut und es wurde ein weiteres Gespräch vereinbart. Zweite Runde sozusagen. Tja, irgendwie passte alles so gut, dass ich tatsächlich zum 15.02. als Project Controller anfangen durfte. Das ging dann alles irgendwie sehr schnell! 🙂

Jetzt liegen die ersten beiden Wochen bereits hinter mir und ich finde es großartig! Auch wenn ich sehr viel Neues lernen muss… Mein neues Team ist sehr sympathisch und alle sind so hilfsbereit. Ich arbeite jetzt mit Produkten aus dem Bereich Beleuchtung (so ungefähr der einzige Bereich, in dem ich bei IKEA damals nie gearbeitet habe!). Also viel lernen, fragen und ausprobieren.
Natürlich hatte (und habe) ich auch Respekt vor der neuen Aufgabe. Nochmal ganz neu anzufangen ist ja sowieso schon ein großer Schritt. Und dazu kommt, dass mein Arbeitsalltag nun komplett auf Englisch stattfindet. Und manchmal auch ein bisschen auf Schwedisch. Außerdem arbeite ich Vollzeit – das erste Mal seit der Geburt unseres Ältesten (und der ist immerhin schon 14!). Und obendrauf kommt noch die Corona-Situation: ich war nur am ersten Arbeitstag im Büro, ansonsten arbeite ich von zuhause aus. Das ist ja grundsätzlich ganz nett, aber für den Einstieg nicht unbedingt optimal. Zumindest nicht für mich. Ich vermisse die kleinen „Zwischendurchbegegnungen“ und den allgemeinen Trubel im Büro. Ich hoffe einfach, dass das nicht für immer so ist und ich mein Team irgendwann auch mal persönlich treffen kann.
Der Rest der Familie hat sich sehr für mich gefreut – auch wenn es für alle eine Umstellung bedeutet: Servicemutti ist jetzt nicht mehr! Jetzt müssen alle wieder viel mehr mit anpacken im Haushalt. Und die beiden Kleinen gehen nun jeden Nachmittag in die Betreuung (und nicht nur zweimal die Woche). Bisher gefällt es ihnen dort und wir kriegen es ganz prima hin.
Irgendwie fühle ich mich jetzt noch ein Stück mehr angekommen hier. Und das ist doch ganz gut, oder?
Liebe Tanja! toll von Dir zu hören! Herzlichen Glückwunsch zum Jobstart. Hört sich alles richtig gut an! <3 nina
Dank, Nina! hab´s erst jetzt gelesen, tut mir leid!
Liebe Tanja, toll, dass du jetzt schon den Mut hast, wieder voll ins Berufsleben nach der kurzen „Auszeit“ einzusteigen!!! 👍 Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job! Aber, du warst noch nie ein Angsthase und so habe ich nicht die geringsten Befürchtungen, dass dir die neue Arbeit, Austausch mit den neuen Kollegen, andere Sprache etc. nicht gefallen werden und du zusätzlich deine Freude außerhalb der Familie haben wirst! Ich freue mich für dich und schicke liebe Grüße aus der alten Heimat, Irmhild ❤️
Danke, liebe Irmhild! Es ist wirklich nochmal eine ganz tolle neue Erfahrung. Ich bin froh, dass alles bisher so gut geklappt hat und dass ich einen interessanten Job mit netten Kollegen gefunden habe. Liebe Grüße!
Liebe Tanja,
Ich habe den Artikel über euch im
Internet gelesen und deinen tollen Blog gefunden und konnte nicht wiederstehen mich zu melden!
Ich bin Conny, komme aus Hessen und lebe seit 6 Jahren mit meinem Mann Matthias und unseren beiden Mädels in Helsingborg (9 und 11)
Und natürlich arbeite ich auch bei Ikea 😋.
Vielleicht ergibt es sich ja mal dass wir in Kontakt kommen, wäre nett!
Liebe Grüße, Conny